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DIVI 1 / 2018, Seite 28, Wissenschaft

Björn Hossfeld1, 2, 3,4, Hans Anton Adams5, Renate Bohnen6, Klaus Friedrich7, Benedikt Friemert8, 9, Jan-Thorsten Gräsner10, Stefan Gromer11 Florent Josse1, 2, 3, Alexander Lechleuthner12, Stefan Poloczek13, Norbert Walz14, Martin Weber15, Thomas Wurmb16, Matthias Helm1, 2

Zusammenarbeit von Rettungskräften und Sicherheitsbehörden bei bedrohlichen Lagen*

Zusammenfassung: Die Bedrohung durch terroristische Anschläge in Europa hat zugenommen und erfordert sowohl von Polizei und Rettungskräften als auch von den Krankenhäusern ein Umdenken in der notfallmedizinischen Versorgung. Um ein dienstübergreifendes Konzept zum Vorgehen in solchen „bedrohlichen Lagen“ zu entwickeln und auf die Erfordernisse der einzelnen Fachdienste abzustimmen, haben unter Leitung der Arbeitsgruppe „Taktische Medizin“ des Arbeitskreises Notfallmedizin der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie Intensivmedizin (DGAI) erstmals in Deutschland Konsensusgespräche zu dieser Thematik stattgefunden. Die Ergebnisse sollen die Grundlage für regional zu erstellende Einsatzpläne für „bedrohliche Lagen“ bilden und erstrecken sich u. a. auf Alarmierung, Gefahrenbewusstsein, Einsatzführung, Kommunikation sowie Strategien zur Patientenversorgung. Die Strategie „clear the scene“ bestimmt das taktische Vorgehen und die Versorgung entsprechend dem aus dem Militär bekannten Tactical Combat Casualty Care, um die Gefährdung des eingesetzten Personals so gering wie möglich zu halten. Dabei kommen der Stillung kritischer Blutungen verletzter Extremitäten und der Anwendung von Tourniquets besondere Bedeutung zu. Die Etablierung bisher in der Katastrophenmedizin üblicher stationärer Behandlungsstrukturen in der Präklinik ließe zusätzliche und nur schwer zu schützende weiche Anschlagsziele entstehen und sollten vermieden werden. Stattdessen sind Maßnahmen erforderlich, um Kliniken zu sicheren Bereichen zu machen.
Summary: The threat by terrorist assaults in Europe increased in the recent years. This requires rethinking emergency strategies by police, firefighters, EMS and hospitals. To develop a comprehensive concept for dealing with “threatening situations” the task force “Tactical Medicine” of the Scientific Working Group Emergency Medicine of the German Association for Anaesthesiology and Intensive Care Medicine invited experts for consensus meetings at the Armed Forces Hospital Ulm. The results may be a basis for regional plannings and include alert, risk assessment, operation lead, communications and tactics for medical care. The tactical approach as well as the medical care follow the strategy “Clear the scene” and the principles of the military Tactical Combat Casualty Care concept to reduce the hazards for the personnel to a minimum. Stopping critical bleedings from extremities by the use of tourniquets got a key role. Static treatment facilities in the out-of-hospital setting – as known from disaster medicine – would be difficult to defend. In lieu of that efforts are necessary to make hospitals safe areas.

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Ausgabe 1 / 2018
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