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DIVI 1 / 2014, Seite 18, Wissenschaft

B. Schröder1,2, W. Göpel1,2

Binasale nichtinvasive CPAP-Beatmung in der Neonatologie als pflegerische Herausforderung

Nasal continuous positive airway pressure ventilation as a challenge for nurses

Einleitung: Seit vielen Jahren hat sich die nichtinvasive Therapie des Atemnotsyndroms Frühgeborener mit der binasalen CPAP-Beatmung in Deutschland etabliert, und es gibt eine Vielzahl an Applikationssystemen auf dem Markt. Keine andere Beatmungsform fällt so sehr in den pflegerischen Bereich. Von Seiten der Ärzte wird die Therapie verordnet, aber die Durchführung obliegt der verantwortlichen Pflegekraft. Die Versorgung dieser Kinder ist oftmals eine große pflegerische Herausforderung. Die Haut ist dünn und extrem empfindlich, Maske oder Prongs müssen im Gesicht fixiert werden, die Gefahr der Hautirritationen bis hin zu Druckstellen und sogar Nekrosen im Nasenbereich ist groß. Um einen guten therapeutischen Erfolg zu erzielen, muss der PEEP aufrechterhalten werden. Wissenschaftliche Publikationen zu den pflegerischen Aspekten sind jedoch kaum zu finden.
Methode: Die Meinung der Pflegekräfte zu pflegerisch relevanten Problemen der binasalen CPAP-Therapie wurde anhand einer deskriptiven, explorativen Studie wissenschaftlich hinterfragt. Die am deutschen Frühgeborenen Netzwerk (GNN) teilnehmenden Kliniken (n = 44) wurden kontaktiert und jeweils 3 Fragebögen an jede neonatologische Intensivstation versandt. Der hohe Rücklauf von 113 Fragebögen (85,6 %) verdeutlicht die Relevanz dieses Themas im pflegerischen Bereich.
Ergebnisse: Als größte pflegerische Herausforderung empfanden die Pflegekräfte die Vermeidung von Druckstellen (63,7 %), gefolgt von der Aufrechterhaltung des PEEPs (45 %). 17,7 % gaben an, „häufig“ Probleme mit Hautirritationen zu haben. Wichtigstes Kriterium zur Vermeidung von Druckstellen ist die richtige Größe von Maske und Prongs (90,4 %), gefolgt von einem routinierten Handling/einer Schulung des Personals (84,8 %) sowie dem Wechsel von Maske und Prongs (68,8 %).
Schlussfolgerungen: Aufgrund der Umfrage konnten die Hypothesen abgeleitet werden, dass sowohl die richtige Wahl von Maske und Prongs und deren Wechsel als auch die adäquate Schulung des Personals Hautdefekte vermeiden oder zumindest minimieren können.
Background: Nasal continuous positive airway pressure
(n CPAP) as a therapy of the respiratory distress syndrome (RDS) of premature neonates has been established in Germany for many years. No other mode of ventilatory support is giving so much responsibility into the hands of the nursing staff. The treatment is prescribed by the neonatologist but its application and efficacy is mainly reliant on the supervising nurse. Thus the nursing staff is faced with a major challenge. The skin layers of the premature infants are thin and fragile. The nasal mask or prong have to be fixed in the face of the infants, thereby increasing the risk of skin damage. For the success of the therapy it is necessary to hold up the positive endexpiratory pressure (PEEP). Scientific reports considering these nursing aspects are scarce.
Methods: We aimed to assess the nurses points of view regarding the CPAP systems in a descriptive explorative study. 44 tertiary level neonatal units in Germany which are all participants of the German Neonatal Network (GNN) were contacted. Every neonatal intensive care unit (n = 44) received 3 questionnaires by regular mail which were answered by the nursing staff (response: N = 113, 85.6 %).
Results: The questionnaires revealed that the major challenge of n CPAP application is the avoidance of skin damage (63.7 %), followed by the necessity to hold up the PEEP (45.0 %). 17.7 % of the nurses declared that they often have problems with skin complications. To avoid skin damage the most important aspect is to select the right sizes of mask and prongs (90.4 %), followed by high qualitative training and experienced handling (84.8 %) as well as switching masks and prongs on a regular basis (68.8 %).
Conclusions: The study shows that the adequate selection of mask and prongs (and its switch on a regular basis) as well as the high qualitative training and nursing experience are best predictors to avoid or at least to reduce the skin complications.

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Ausgabe 1 / 2014
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