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DIVI 1 / 2014, Seite 10, Wissenschaft

C. Weber1,2, S. Schröder1, C. Kugler2

Erleben der eingeschränkten Kommunikation erwachsener, beatmeter Intensivpatienten: eine Literaturanalyse

Adult intensive care patient’s experiences regarding their restricted communication: a literature survey

Einführung: Im Jahr 2010 mussten in Deutschland circa 359.300 Patienten während des Aufenthalts auf einer Intensivstation beatmet werden. Eine maschinelle Beatmung und die damit assoziierte Beeinträchtigung der verbalen Kommunikationsfähigkeit können beim betroffenen Patienten zu Angst-, und Stresszuständen sowie Frustration führen. Das Erleben der eingeschränkten Kommunikation aus Sicht des Patienten und die Gründe der daraus resultierenden Angst- und Stresszustände sind bisher wenig untersucht.
Ziel: Ziel dieser Literaturstudie war es, das Erleben der eingeschränkten verbalen Kommunikation mit dem intensiv-therapeutischen Personal aus Sicht des erwachsenen beatmeten Intensivpatienten zu untersuchen.
Material und Methoden: Nach systematischer Recherche der Literatur in den Datenbanken PubMed, Medpilot und
CINAHL, konnten aus 108 Treffern 5 qualitative Studien und ein Review in die Literaturanalyse eingeschlossen werden.
Ergebnisse: Erwachsene Intensivpatienten erleben den Zustand der Beatmung und der damit assoziierten eingeschränkten Kommunikationsfähigkeit als dehumanisierend. Die Kommunikation mit intensiv-therapeutisch tätigem Personal, insbesondere den Pflegekräften, wird aus Sicht der beatmeten Patienten als einseitig wahrgenommen. Beatmete Patienten berichten über einen Mangel an Informationen. Sie fühlen sich von der Pflegekraft abhängig und berichten über einen Verlust der Kontrolle über sich selbst. Wissens- und emotionale Defizite sind mit erhöhtem Angst- und Stresspotenzial assoziiert. Der Einsatz von Kommunikationshilfsmitteln wird als frustrierend erlebt.
Schlussfolgerung: Die eingeschränkte Kommunikation während der Beatmung wird vom Patienten als problematisch erlebt. Aus Sicht des Patienten spielen Pflegekräfte bei der Kommunikation eine bedeutende Rolle. Es bedarf weiterer Forschung zu dieser Fragestellung in Deutschland.
Zitierweise:
Weber C, Schröder S, Kugler C: Erleben der eingeschränkten Kommunikation erwachsener, beatmeter Intensivpatienten: eine Literaturanalyse. DIVI 2014;5:10–17
DOI 10.3238/DIVI.2014:0010–0017
Introduction: In 2010, about 359.300 patients underwent mechanical ventilation while being in intensive care units (ICUs) in Germany. Mechanical ventilation restricts patient’s communication abilities, which can result in anxiety, stress and frustration. The experience of restricted communication from the patient’s perspective resulting in states of anxiety, distress, and frustration is not well understood.
Aim: Aim of this literature survey was to analyze the experiences of adult, ventilated intensive care patients with respect to their restricted verbal communication.
Materials and Methods: A systematic literature research in the data bases Pubmed, Medpilot, and CINAHL revealed that out of 108 articles 5 qualitative studies, and one review article could be included in this literature overview.
Results: Ventilated adult intensive care patients feel this situation to be inhumane and communication with nursing staff to be unidirectional. They lack information and feel dependent on the nursing staff and are afraid of losing self-control. Knowledge- and emotional deficiencies are associated with a high anxiety and distress potential. Even the use of communication tools is deemed to be frustrating.
Discussion: Ventilated patients experience the restricted communication to be problematical. Nursing staff should
attach more importance and time to communication with ventilated patients. Due to a paucity of research results about this problem in Germany, ongoing investigation based on this topic is essential.

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