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DIVI 3 / 2019, Seite 84, Gesellschaft

Tilmann Müller-Wolff1, Lothar Ullrich2, Thomas van den Hooven3, Dominik Zerrgiebel4
Tilmann Müller-Wolff (Federführung)

Fünf Expertenthesen zur Intensivpflege

Die Intensivpflege ist eine international anerkannte Profession für die Versorgung von kritisch Kranken mit hoher Relevanz für die Wirksamkeit der Gesundheitssysteme, insbesondere akutversorgender Krankenhäuser. Traumata, Herz-Kreislaufdysfunktionen, neurologische Defizite,
Intoxikationen oder metabolische und respiratorische Entgleisungen können lebensgefährliche Situationen hervorrufen. Diese akut und ernsthaft erkrankten Patienten benötigen schnelle, wirksame und effiziente Medizin- und Intensivpflegeinterventionen zur Überbrückung dieser kritischen Lebenssituationen, häufig um zu Überleben. Weltweit werden Intensivpflegende
speziell für diese Versorgungsprozesse ausgebildet und trainiert. In Intensivstationen werden komplexe Medizinbehandlungsgeräte, Pharmaka und qualifiziertes Personal für die
Durchführung der Intensivmedizin vorgehalten.
In der Intensivpflege werden in Deutschland zunehmend Mangeldiskussionen geführt, die aus
einer derzeitigen Knappheit von Ressourcen stammen. Insbesondere wirkt sich ein relativer Fach
kräftemangel in direkter Weise auf die Intensivversorgungsqualität in den einzelnen Krankenhäusern aus. Phasenweise müssen Aufnahmekapazitäten von Intensivstationen beschränkt werden, weil qualifiziertes Personal zur Versorgung fehlt. Die für die notwendige Versorgung in der Intensivmedizin qualifizierten Pflegefachkräfte stehen den Kliniken nur noch eingeschränkt zur Verfügung. Die Anzahl dieser Fachpflegefachkräfte muss im sinnvollen Verhältnis zur Anzahl der kritisch Erkrankten, bzw. der hierfür zur Verfügung gestellten Bettenanzahl stehen, um dem individuellen Bedarf der Intensivpatienten gerecht werden zu können. Die hieraus resultierende Diskussion um die notwendige Anzahl von Fachpflegenden und Betreuungsintensität der Patienten sollte strikt am bestmöglichen medizinischen Outcome und den dazu erforderlichen Qualitätsvorgaben orientiert werden. Die Unterzeichner möchten mit diesen 5 Thesen zur fachlichen Diskussion beitragen und damit die Relevanz der Profession für die Gesundheitssysteme unterstreichen.

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Ausgabe 3 / 2019
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