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DIVI 1 / 2017, Seite 19, Wissenschaft

Peter Sefrin1

Stellung des Notarztes im Rettungsdienst – vor dem Hintergrund des Notfallsanitätergesetzes

Position of the emergency physicians in emergency medical services – against the background of the Emergency Paramedics Law

Zusammenfassung: Der Rettungsdienst als staatliche Aufgabe beinhaltet auf der Basis des Rechtsanspruchs des Bürgers die Mitwirkung von Ärzten. Für Notärzte ist eine gesonderte notfallmedizinische Qualifikation erforderlich. Durch die Verabschiedung des Notfallsanitätergesetzes (NotSanG) und den damit verbundenen Qualifikationsanforderungen stellt sich die Frage, inwieweit notärztliche Maßnahmen durch den alleinigen Einsatz der Notfallsanitäter ersetzt werden können. Nicht nur wissenschaftliche Fachgesellschaften fordern für bestimmte Notfälle Standards ein, die z.T. nur schwer in der Ausbildung des Notfallsanitäters vermittelt werden können. Das Kompetenzniveau des „Beherrschens“ kann im Klinikpraktikum der Notfallsanitäter kaum vermittelt werden. Andererseits gibt es Beweise auf Evidenzbasis, dass in bestimmten Notfallsituationen – z.B. bei der Reanimation durch die Mitwirkung des Notarztes – bessere Ergebnisse für den Patienten erreicht werden könnten. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Schaffung des neuen Berufsbildes nicht grundsätzlich zu begrüßen wäre. Die Umsetzung invasiver Maßnahmen im Rettungsdienst durch Notfallsanitäter sollte sich jedoch auf häufige und regelmäßige Durchführung beschränken.
Summery: Based on the citizens’ legal claim, emergency medical services as a public duty include the involvement of medical doctors. Emergency physicians require separate emergency medical qualification. Due to the passing of the German Emergency Paramedic Law (Notfallsanitätergesetzes, NotSanG) and the required qualifications tied to it, one has to ask the question in how far measures performed by emergency physicians can be replaced by the exclusive deployment of emergency paramedics. It is not only scientific professional associations demanding standards for specific cases of emergency that partly would be hard to convey in the training of emergency paramedics. The level of competency of “controlling the situation” can hardly be imparted in the emergency paramedics’ clinical internship. On the other hand there is evidence-based proof that in certain cases of emergency, e.g. in resuscitation, the involvement of an emergency physician yields better results for the patient. However, this does not mean that the creation of this new job profile should not be welcomed as a matter of principle. Invasive measures implemented by emergency paramedics should, nevertheless, be restricted to frequent and regular procedures.

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Ausgabe 1 / 2017
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