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DIVI 3 / 2018, Seite 101, Wissenschaft

Pia Zeller1, Jorun Thoma2, Johanna Feuchtinger3

Sedierungsfreie Intensivmedizin

No sedation in the ICU

Zusammenfassung: Was bedeutet die Umstellung auf sedierungsfreie Intensivmedizin für Patienten* und Pflegende? Zu diesem Thema wurde eine Fokusgruppendiskussion auf der anästhesiologischen Intensivstation des Freiburger Universitätsklinikums durchgeführt. 10 qualifizierte Pflegende mit einer durchschnittlichen Intensiverfahrung von 15 Jahren diskutierten die Frage, welchen Pflegebedarf diese bei beatmeten, nicht sedierten Patienten im Vergleich zu beatmeten und sedierten Patienten sehen. Des Weiteren sollten die Pflegenden Antworten auf die Frage geben, welchen Einfluss diese Bedarfe auf die Arbeit als Gesundheits- und Krankenpfleger hätten. In diesem Artikel wird zunächst auf die Ursprünge der Beatmungstherapie und auf die positiven Auswirkungen eines Verzichts auf Sedierung eingegangen. Danach wird der Paradigmenwechsel aufgezeigt, der sich auch in den Zielen der S3-Leitlinie „Analgesie, Sedierung und Delirmanagement“ widerspiegelt. Neben der Begründung für das Arbeitsthema der Fokusgruppendiskussion werden Methodik und Vorgehensweise näher beleuchtet. Im Anschluss erfolgt die Ergebnisdarstellung mit 3 Kernaussagen: 1) Der veränderte Pflegebedarf bildet sich in der vermehrten Kommunikation mit dem Patienten, der Beschäftigung und dem Eingehen auf dessen Ängste ab. 2) Die Auswirkungen dieser Anforderungen auf die Arbeit der Pflegenden bedeuten häufige Arbeitsunterbrechungen, um auf die Bedürfnisse der Patienten einzugehen. 3) Der Patient kann aufgrund der Sedierungsfreiheit angeleitet und in pflegerische Tätigkeiten miteingebunden werden.
Summary: What does the changeover to no sedation in the ICU mean for patients and nurses? For this purpose, a focus group was organized on an anesthesiologic ICU in the Medical Center – University of Freiburg. Ten experienced nurses with an average professional background of 15 years in the intensive care discussed the needs that mechanically ventilated, non-sedated patients have compared to mechanically ventilated, sedated patients. Furthermore, they were supposed to give an answer to the question of the influence these needs have on the work nurses´ work. This article deals firstly with the origins of mechanical ventilation therapy and the positive effects of forgoing the use of sedation. Hereinafter the paradigm shift is highlighted, as it is also reflected in the aims of the S3 national German guideline “Analgesia, sedation and management of delirium”. In addition to addressing the issues that gave rise in the focus group discussion, the methodology and the approach is described in detail. Subsequently the results of the focus group are presented, which amount to the three issues. 1) The changing needs of care are reflected in a more intense communication with the patient, the activity and the responding to his fears. 2) As far as the impact on the work of the nurse is concerned, it has to be said that more often disruptions occur, but at the same time, the nurses could better meet the patients’ needs. 3) Furthermore, the patient receives instruction and gets integrated into the nursing activities and into the healing process.

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Ausgabe 3 / 2018
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